FAQs zum Thema
Die Bestimmung von Homocystein ist ein etablierter Biomarker und erhöhte Werte werden meist mit einem Problem im Folsäurekreislauf verknüpft. Entweder wird von einem Polymorphismus der MTHFR oder einem Mangel an den beteiligten Cofaktoren ausgegangen.
Die Untersuchung in Verknüpfung mit dem Methylierungszyklus bietet nun die Möglichkeit festzustellen welches Problem für die erhöhten Homocystein-Werte verantwortlich ist. Auch bietet die Untersuchung die Bestimmung von S-Adenosylhomocystein (SAH), dem Vorläufer von Homocystein. Das SAH ist dem Homocystein als Biomarker für Herz-Kreislauf-Erkrankungen überlegen, da das SAH ein Risiko anzeigt bevor Homocystein erhöht vorliegt.
Mit einem anschaulichen Vergleich können wir den Vorteil der Methylierungskapazität gegenüber der Bestimmung der Mikronährstoffe, bei denen die B-Vitamine sowie Zink, Selen und Folsäure bestimmt werden, erklären.
Stellen wir uns eine Baustelle für den Berliner Flughafen vor. Dabei sind die Mikronährstoffe die Baumaterialen und die Enzyme des Methylierungszyklus die Baumaschinen. Mit der Methylierungskapazität ist es nun möglich festzustellen, ob die Baumaschinen arbeiten oder ob es Probleme beim Ablauf auf der Baustelle gibt. Die Messung der Mikronährstoffe bietet nur die Möglichkeit zu schauen ob die Baumaterialen im ausreichenden Maße vorhanden sind und nicht ob diese auch zielführend eingesetzt werden.
Für Patienten mit manifesten atherosklerotischen Gefäß- und neurodegenerativen Erkrankungen.
Zur Risikogruppe für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören:
- Positive Familienanamnese
- Hypertonie
- Diabetes mellitus
- Metabolisches Syndrom
- Hyperlipidämie
- Adipositas
- Raucher
Zur Risikogruppe für Vitaminmangel gehören:
- Vegetarier
- Ältere Menschen
- Einseitige Ernährungsgewohnheiten / Essstörungen
- Entzündliche Darmerkrankungen, Gastritis, Malabsorption
- Alkoholismus
- Niereninsuffizienz
Zur Risikogruppen für Erkrankungen des zentralen Nervensystems gehören:
- Demenz
- Depression
- Kognitive Störungen
- Positive Familienanamnese von Morbus Alzheimer
Der Lebensstil ist ein Faktor und folgende Komponenten spielen eine Rolle
- Rauchen
- Alkoholkonsum
- Kaffeekonsum
- Ernährungsgewohnheiten
Erkrankungen oder Zustände haben einen Einfluss auf den Methylierungszyklus
- Nierenfunktionsstörung
- Schielddrüsenfunktionsstörung
- Proliferative Erkrankungen (z.B. Psoriasis, rheumatische Arthritis, akute lymphatische Leukämie)
- Schwangerschaft oder Post-Menopause
Folgende Medikamente können den Methylierungszyklus beeinflussen:
- Theophyllin
- Methotrexat
- Metformin
- Protonpumpen-Hemmer
- H2-Rezeptor-Antagonisten
- Antiepileptika
- Fibrate
- Niacin
- Cholestipol/Colestyramin
- L-DOPA
- Trimethoprim
- D-Penicillamin
Die Blutentnahme sollte idealerweise nüchtern und morgens zwischen 7 – 9 Uhr durchgeführt werden.
Nach der Blutentnahme müssen Serum-Proben für 15-30 Minuten gerinnen. (Die Serumröhrchen aufrechtstehend lagern.) Anschließend zentrifugieren und einfrieren.
Reihenfolge der Abnahme für die Methylierungskapazität:
- Serum
- Homocystein
Das Homocystein-Plasma soll nach der Zentrifugation in neutrales Röhrchen umgefüllt werden.
Für weitere Details fordern Sie die Testanleitung „Anleitung zur Probengewinnung Methylierungskapazität“ TST0475, TST0477 an. Am besten per E-Mail an info@ganzimmun.de