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Lipoprotein(a) und Homocystein

Zwei kardiovaskuläre Risikomarker

Die Bestimmung von Lipoprotein(a) und Homocystein kann die Beurteilung des kardiovaskulären Risikos zusätzlich zu klassischen Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, Diabetes mellitus, Dyslipidämien und arterieller Hypertonie ergänzen.

Lipoprotein(a), kurz Lp(a), ist ein LDL-ähnliches Lipoprotein mit proatherogenen und proinflammatorischen Eigenschaften. Seine Konzentration ist überwiegend genetisch festgelegt, bleibt im Lebensverlauf weitgehend konstant und lässt sich durch den Lebensstil kaum beeinflussen. Die europäischen Fachgesellschaften ESC* und EAS** empfehlen, eine Lp(a)-Bestimmung mindestenseinmal im Erwachsenenleben in Betracht zu ziehen.

Homocystein entsteht als Zwischenprodukt des Methioninstoffwechsels. Sein Abbau ist von den Vitaminen B6, B9 und B12 abhängig. Erhöhte Homocystein-Konzentrationen können daher u. a. auf einen Mangel dieser Vitamine oder auf genetische Varianten beteiligter Enzyme zurückzuführen sein. Homocystein besitzt proatherogene, proinflammatorische und prothrombotische Eigenschaften.

Erhöhte Lp(a)- und Homocysteinkonzentrationen sind mit atherosklerotischen kardiovaskulären Erkrankungen wie koronarer Herzkrankheit, Myokardinfarkt und Schlaganfall assoziiert, erhöhte Homocysteinkonzentrationen zudem mit Thrombosen.

Detaillierte Informationen zur klinischen Bedeutung und zur Labordiagnostik finden Sie in der Laborinformation „Lipoprotein(a) und Homocystein“(LIN0079) und der Fachinformation „Lipoprotein(a) und Homocystein“(FIN0175).

Informieren Sie sich außerdem über Lipoprotein(a) in der Online-Fortbildung „Lipoprotein(a) und Homocystein: Zwei bedeutende kardiovaskuläre Risikomarker“ mit Christian W. Engelbert M.A. am 16. November 2026 von 19:00 bis 20:30 Uhr.

*ESC: European Society of Cardiology
**EAS: European Atherosclerosis Society