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Durch Zecken übertragbare Krankeitserreger

Aufgrund der durchschnittlich relativ milden Winter haben Zecken deutlich  bessere Überlebenschancen und können fast während des ganzen Jahres aktiv sein. Die durch Zeckenbisse übertragenen Krankheiten nehmen daher seit Jahren weiter zu. Die Erreger FSME-Virus und Borrelia burgdorferi, die als neurotrope Erreger gelten, werden durch die Zecken übertragen. Sie können akute sowie chronische Infektionen Verursachen. In besonders schweren Fällen kann es zu Gehirnentzündung und Schädigung des Rückenmarks sowie der peripheren Nerven kommen. Neben diesen gut bekannten Erregern gibt noch weitere Erreger wie Babesien, Rickettsien und Anaplasmen, die durch die Zecken verbreitet werden. Die von ihnen verursachten Infektionen sind aufgrund unspezifischer Symptome häufig schwer zu diagnostizieren. Der Erfolg der Therapie liegt meistens in der schnellen und adäquaten Diagnostik. Die breit angewandte serologische Diagnostik gibt positive Resultate erst, wenn die Infektion ihren Lauf genommen hat und die klinische Symptomatik einer Infektion sich bereits entwickelt hat. 

Als Material können Biopsien, Punktate (z.B. Gelenkpunktate), Blut, Liquor oder Urin auf die Präsenz der Erreger-DNA analysiert werden. Gelingt es die Zecke von der Bissstelle zu sichern, so kann diese auf die Trägerschaft der Erreger untersucht werden.