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NK-Zell-Funktion

Natürliche tumorspezifische NK-Zytotoxizität

Natürliche Killer (NK)-Zellen können eine durch Zellkontakt vermittelte Lyse der Zielzellen durchführen. Ihre Hauptfunktion ist die Spontanabwehr virusinfizierter und transformierter maligner Zellen. Sie stellen ca. 15% der Lymphozyten des peripheren Blutes, üben ihre Funktion antigenunabhängig aus und sind durch bestimmte Oberflächenmarker charakterisiert. Die Aktivität der NK-Zellen wird über ein komplexes Rezeptorsystem reguliert.
Der NK-Zell-Funktionstest stellt ein in vitro-Testsystem zum Nachweis der zytotoxischen Aktivität der NK-Zellen dar.

Der Test beruht auf dem Nachweis der Zerstörung von Tumorzellen durch die direkte Einwirkung von patienteneigenen NK-Zellen. Durch den Einsatz der Tumorzelllinie K562, einem allgemeinen NK-Zell-Target, wird die spezifische Fähigkeit der NK-Zellen bestimmt, Tumorzellen oder virusinfizierte Zellen zu erkennen und abzutöten. Dies wird als rundaktivität der NK-Zellen bezeichnet.

Als Stimulationskontrolle wird die Wirkung einer Vorstufe von Interleukin-2, das Proleukin, herangezogen. Dieses Zytokin zeigt eine stimulierende Wirkung auf alle Lymphozyten und eignet sich daher gut als Kontrollsubstanz. Die beobachtete Grundaktivität sollte hierbei deutlich gesteigert werden. Therapeutisch kommt IL-2 als begleitende Maßnahme in der Tumortherapie, besonders bei immunogenen Tumoren, zum Einsatz.
Zusätzlich zur Bestimmung der Grundaktivität besteht die Möglichkeit die steigernde Wirkung einzelner Immunmodulatoren auf die Zytotoxizität zu testen. Dazu können in parallelen Testansätzen Substanzen verschiedener Stoffgruppen beigegeben werden.

Eine immunmodulierende Wirkung lässt sich dann an einer, im Vergleich zur Grundaktivität, gesteigerten Lyserate der Zielzellen erkennen. Vor allem für Mistellektine oder Thymuspräparate, aber auch für eine Vielzahl von Substanzen anderer Stoffklassen, konnte eine steigernde Wirkung auf die NK-Zellen nachgewiesen werden. Mit dieser Untersuchung kann der für den jeweiligen Patienten individuell am besten geeignete Immunmodulator ermittelt werden.

Sinnvolle Untersuchung bei
Tumorleiden
Immunseneszenz
Immundysregulation
Infektanfälligkeit

Weiterführende Labordiagnostik
  LTT-Multiscreen
  NK-Grading

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