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Bor

Das Spurenelement Bor hat - im Gegensatz zu den Mineralien Calcium, Magnesium, Eisen wie auch Zink - bislang wenig Beachtung als gesundheitsfördernder Mikronährstoff erhalten.
Doch wissenschaftliche Studien belegen die antiinflammatorische Wirkung von Bor auf Erkrankungen wie den Knochenabbau, arthritische Beschwerden, Prostatakarzinome und menopausale Symptome sowie den positiven Einfluss auf kognitive Funktionen.

Unser Wissen über biologische Systeme und das Verständnis über biochemische Vorgänge und Gleichgewichte im Körper steigt stetig. Substanzen oder Elemente, wie Bor, die vor Jahrzehnten kaum als wichtig für die menschliche Gesundheit erkannt worden sind, erweisen sich nun als gesundheitsrelevante Nährstoffe.
Wenn es auch immer noch zur Diskussion steht, ob Bor ein essentielles Element ist, so besteht kein Zweifel mehr darüber, dass Bor sehr förderlich für die Gesundheit ist. Schon lange wusste man, dass es eine gesunde Knochendichte fördert. Weitere Erkenntnisse zeigen, dass Bor Gelenkbeschwerden lindert, kognitive Funktionen bewahrt sowie das Wachstum von Prostatatumoren verringert. Darüber hinaus wirkt Bor positiv auf den Stoffwechsel der Steroidhormone.

Das Halbmetall Bor kommt in der Natur in Form seiner Sauerstoffverbindungen vor. Es findet eine breite Anwendung in Industrie und Alltag. Es wird zum Beispiel zur Dotierung von Halbleitern verwendet, industriell als Isolierstoff, Bleichmittel oder Legierungszusatz. Es findet sich in alltäglichen Gegenständen, wie Glas, Holzschutzmitteln oder Feuerwerksartikeln.

Bor kommt in den meisten Böden im oberen ppb-Bereich vor und ist für Pflanzen, in denen es beim strukturellen Bestand der Zellwände mitwirkt, ein essentieller Nährstoff. So ist der Gehalt von Bor in Sojamehl, Pflaumen, Rotwein, Rosinen, Avocado und Nüssen besonders groß. In Fleisch- und Milchprodukten ist er eher gering. Die tägliche Aufnahme von Bor über die Nahrung wird auf etwa 2 mg pro Tag geschätzt. Es wird aus komplexen Verbindungen mit Zucker, Vitamin B2 und B6 oder Vitamin C im Gastrointestinaltrakt hauptsächlich zu Borsäure umgewandelt und vollständig resorbiert. Da es sehr schnell wieder über die Nieren ausgeschieden wird, kommt es kaum zu Anreicherungen in Geweben.

Borreiche Nahrung oder die Supplementation von Bor hat positive Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel und kann Osteoporose vorbeugen. Bor erhält die Homöostase von Calcium und Magnesium im menschlichen Organismus, indem es durch Wirkung auf die Nieren die renale Ausscheidung von Calcium verringert und damit den Calciumspiegel im Blut erhöht. Bei Magnesiummangel ersetzt das Bor seine Funktion, wobei die Borkonzentration im Knochengewebe erhöht wird. Außerdem ist Borsäure als Hydroxylgruppendonator an der Hydroxylierung von 25-Hydroxy-Cholecalciferol zu 1,25-Dihydroxy-Cholecalciferol der eigentlichen Wirkform des Vitamin-D3 in den Nieren beteiligt.

Eine Nahrungsergänzung mit Bor führt durch seine antientzündlichen Eigenschaften zu einer subjektiven Verbesserung der aktivierten Arthrose. Seine Wirkung entfaltet das Bor durch die Verringerung von ROS (reactive oxygen species) und seine Hemmung der Cyclooxygenase (COX II) und Lipoxygenase (LOX), welche Mittler für die Entzündungskaskade sind.

Eine erhöhte diätische Boraufnahme ist zudem mit einer verringerten Inzidenz und Mortalität des Prostatakarzinoms assoziiert. Durch Supplementation von Bor konnte in einer Studie von Zhang et al. eine um 64 % verringerte Wahrscheinlichkeit, Prostatakrebs zu entwickeln, nachgewiesen werden. Weitere Krebszelllinien, die in vitro durch verschiedene Borverbindungen in ihrem Wachstum gehemmt werden, sind der Ehrlich acites tumor, L1210 murine Leukämiezellen und A549 Lungenkarzinomzellen.

Als Hydroxylgruppendonator wirkt Borsäure auf den Stoffwechsel der Steroidhormone. So erhöht es den 17-ß-Östradiol- und Testosteronspiegel bei Frauen im Serum und dadurch die Wirksamkeit von Östrogenpräparaten.

Durch Ergänzung von Bor konnten psychologische und neurologische Funktionen verbessert werden. Es hat einen positiven Einfluss auf kognitive Fähigkeiten, wie Erinnerungsvermögen, Motorik oder Aufmerksamkeit.

Der Bor-Spiegel lässt sich mittels einer Serum-Probe bestimmen.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Fachinformation "Das Spurenelement Bor" oder im Online-Seminar vom 09.07.2013.

Sinnvolle Untersuchung bei
Osteoporose
Arthrose
Menopausale Symptome
Prostatakarzinom
Konzentrationsstörungen

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