Immunologie
Vortragsreihe 2011 beginnt ab
6.09.2011
Chronische Müdigkeit, ständige Schmerzen (wie z.B. bei Fibromyalgie), Überempfindlichkeit gegenüber Chemikalien, andauernde und immer wiederkehrende Infektionen? Möglicherweise haben diese Beschwerden eine einzige Ursache: nitrosativer Stress. Der sogenannte „Nitrosative Stress oder Nitrostress“ wirkt sich auf alle Körperfunktionen aus und ist wahrscheinlich bei einer Vielzahl chronischer Erkrankungen die entscheidende Ursache für die teilweise diffuse und schwer zuordbare Beschwerdesymptomatik.
Auswirkungen der erhöhten NO-Synthese
In Analogie zum oxidativen Stress, bei dem freie Sauerstoff-Radikale das Gleichgewicht im Körper zugunsten Oxidationsfördernder Prozesse verschieben, spricht man bei der überschießenden Bildung des Radikals Stickstoffmonoxid (NO•) und seiner Folgeprodukte Peroxinitrit, Nitrotyrosin und Nitrophenylessigsäure vom Nitrostress.
Verschiedenste Stressoren induzieren eine erhöhte NOSynthese mit Bildung von NO und Stickoxiden, die sich gravierend auf die Funktionsfähigkeit verschiedenster Organe und Organsysteme auswirken können. Initiiert wird diese Reaktion vor allem durch Entzündungs-reaktionen: Proinflammatorische Zytokine stimulieren die zelluläre Immunantwort. Die vermehrt aktivierten Makrophagen und Leukozyten erhöhen die NO-Synthese über die iNOS. Weitere Quellen für die vermehrte NO-Bildung sind Fremdstoffexpositionen (vor-nehmlich durch Chemikalien, Schwermetalle), Medikamente (z.B. häufige Antibiotikatherapie, Zytostatika, Statine, Langzeitnitrate, Potenzmittel), Nikotin, physischer und psychischer Stress, Bewegungsmangel oder starke körperliche Belastung mit erhöhtem Sauerstoffverbrauch.
Klinische Relevanz Stressdiagnostik

Auch wenn der „Nitrostress“ noch keinen Eingang in die schulmedizinische Denkweise gefunden hat, so sind die aus der Grundlagenforschung gewonnen Daten beeindruckend. 86.000 Fundstellen zum Suchbegriff „nitric oxide“ sprechen eine eindeutige Sprache.
Die komplexen Funktionsstörungen, die sich auf zellulärer und mitochondrialer Ebene abspielen, führen zu Symptomen, die für Multisystemerkrankungen wie dem chronischen Müdigkeitssyndrom, der multiplen Chemikalienempfindlichkeit, Fibromyalgie, post-traumatischen Stresserkrankungen und chronischen, bzw. chronifizierten Infektionen wie der Borreliose oder EBV typisch sind.
Bisherige Untersuchungsverfahren waren nicht in der Lage, die komplexe Auswirkung des Nitrostresses auf zellulärer und mitochondrialer Ebene zu erfassen. Neuere Untersuchungsverfahren, die in der Labordiagnostik eine hohe personelle und apparative Ausstattung erfordern, sind in der Lage Nitrostress zu detektieren. Damit stehen erstmalig objektive und reproduzierbare Laborparameter für bislang als psychisch oder psychosomatisch bedingte Erkrankungen zur Verfügung, aus denen sich auch neue therapeutische Leitlinien ergeben. Weitere Informationen finden Sie in der aktuellen Fachbroschüre.
Labordiagnostik Nitrostress
Der Untersuchung von Citrullin, Methylmalonsäure und Nitrophenylessigsäure im Urin kommt hierbei besondere Bedeutung zu: Der Nachweis von Citrullin ist Marker für die NO-Bildung. Vitamin B12 ist ein bedeutender NO-Fänger. Als funktioneller Marker eines Vitamin-B12-Mangels steht die Bestimmung von Methylmalonsäure zur Verfügung. Nitrotyrosin sowie sein Abbauprodukt Nitrophenylessigsäure korrelieren mit der Peroxinitritbildung und dem Nitrostress. Weitere Untersuchungsparameter zum Thema „Nitrostress“ entnehmen Sie dem Anforderungsbogen.
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Nitrostress (FIN0045)
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Sie leiden an verschiedenen Beschwerden, die kein Arzt richtig zuordnen kann? Nutzen Sie das ärztlich moderierte Forum und erhalten Sie Experten-Antworten zum Thema Nitrostress. Laufend aktualisierte Information, Videoclips, Diskussionsrunden und Live-Events sowie eine Arzt- und Therapeuten-suche rund um das Thema finden Sie unter "www.nitrostress.de" .
Februar 2012

Samstag, 04.02.2012
Mainz
Beginn: 09:30
Referent: Dr. med. Jörg Thomalla
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Samstag, 04.02.2012
Possenhofen/ Pöcking
Beginn: 09:00
Referent: Dr. med. Annelie Scheuernstuhl
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Mittwoch, 08.02.2012
Beginn: 19:00
Referent: Claus Jahn, Heilpraktiker
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Mittwoch, 08.02.2012
Würzburg
Beginn: 20:00
Referent: Dipl. biol. Adelheid Schaffner
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