Das intestinale Mikrobiom

Bestimmte Bakterienarten im Darm fördern das Risiko für Adipositas, Diabetes und Arteriosklerose

Das intestinale Mikrobiom besteht aus ca. 1.000 verschiedenen Arten von Bakterien, die essentiell für die Verdauung, Synthetisierung von Vitaminen und Aminosäuren sowie für die Stärkung des Immunsystems sind.

Jeder Mensch verfügt über eine individuelle Zusammensetzung der Darmbakterien. In Abhängigkeit von seiner Ernährungsweise lassen sich diese in drei Hauptgruppen (Enterotypen) unterteilen: Enterotyp 1 wird von Bacteroidetes dominiert, Enterotyp 2 von Prevotella sowie Enterotyp 3 von  Ruminococcus-Bakterien.

Bei Abnahme der bakteriellen Vielfalt (Diversität) kann eine Dysbiose entstehen, die zu Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes, entzündliche Darmerkrankungen, rheumatoide Arthritis, kardiovaskulären und neuropsychiatrischen Erkrankungen führen kann.

Mittels des hoch modernen Next Generation Sequencing kann aus einer Stuhlprobe die Artenvielfalt des intestinalen Mikrobioms analysiert und individuelle Risikoprofile ermittelt werden.

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  Intestinal microbiome

News molecular-biological analysis for comprehensive asessment of the intestinal flora

  Example laboratory report: Intestinal microbiome

  Intestinales Mikrobiom

Molekularbiologische Analyse zur umfassenden Beurteilung der Darmflora

  Mukosaprotektive Flora

A. muciniphila und F. prausnitzii als Marker einer gesunden Darmschleimhaut

Allergoscreen 760x520

PräScreen- und Allergo-Screen®-Profile

Ab April 2018 Optimierung durch Spezifitätskontrolle

Ab April 2018 wird in den PräScreen- (Kombi, Allergie, Multi) und den Allergo-Screen®-Profilen (Basic IgG/IgG4, Veggie IgG, Premium IgG/IgG4)…

…  IgG/IgG4) eine Spezifitätskontrolle mitgeführt. Diese Kontrolluntersuchung bestimmt das Ausmaß der dem Patientenserum intrinsischen unspezifischen Bindungen an die Testreagenzien oder die im Assay als Festphase verwendeten Kunststoffmikrotiterplatten. Der ermittelte Wert wird im Befund aufgeführt. Das Resultat gibt Auskunft über mögliche Störfaktoren in der spezifischen IgG/IgG4-Bestimmung, die i.d.R. auf einer gesteigerten Gesamt-Antikörperproduktion beruhen.

Ein über dem Grenzwert von 20 µg/ml (IgG) bzw. 65 ng/ ml (IgG4) liegender Wert (entspricht RAST-Klasse 2 oder höher) deutet auf die Existenz von Störfaktoren hin, die folgende Ursachen haben können:

  • hohe systemische Entzündungsaktivität
  • Darmerkrankungen
  • rheumatische Erkrankungen
  • floride Infektionen (v.a. bakteriell)
  • kürzlich erfolgte Impfungen
  • Einnahme bestimmter Medikamente (Biologika)

Im Befund werden zukünftig die Ergebnisse der Nahrungsmittel-spezifischen IgG/IgG4-Titer im Patientenserum unter Berücksichtigung der Spezifitätskontrolle (Differenzbetrag) angegeben. Diese Darstellungsform gewährleistet die valide Interpretation der Daten und eine sensitive Diagnose von Nahrungsmittelreaktivitäten. Bei erhöhtem Kontrollwert in den PräScreen-Profilen ist von einer Anschlussdiagnostik abzusehen und zeitnah die Ursache für die Störfaktoren abzuklären. Frühestens drei Monate nach Abklärung und Behandlung der Ursache ist ein erneuter PräScreen und ggf. im Anschluss ein AllergoScreen zu empfehlen.

Die Einführung der Spezifitätskontrolle hat aus messtechnischen Gründen zur Folge, dass die IgG/IgG4-Einzelbestimmung für Banane aus dem Profil der PräScreens entfällt. Mit den aktualisierten PräScreens werden sieben Nahrungsmittel erfasst (Hühnerei, Kuhmilch, Weizen, Haselnuss, Ananas, Tomate, Senfkorn). Darüber hinaus wird die Berechnung des PräScreen-Index entsprechend angepasst. Die Empfehlung für die Anschlussdiagnostik wird beibehalten (PräScreen-Index ≥20).

Zudem werden zukünftig Reaktionen der Klasse 1 im Befund nicht mehr als pathologisch gekennzeichnet.

Kapillarbluttest_760x520px

Kapillarbluttests

Neu: Testsets und Bögen für die minimal-invasive Diagnostik

Ab sofort sind für die minimal-invasive Diagnostik Kapillarbluttestsets verfügbar - zur Bestimmung von IgE-vermittelten Allergien, Aminosäuren,…

…  Aminosäuren, Borrelien-Antikörper, Blutfetten, Zonulin und Mikronährstoffen.

Weitere Informationen in unserer Laborinformation "Kapillarbluttests".

Zudem steht ein Anforderungsbogen für nicht-invasive sowie minimal-invasive Laboruntersuchungen zur Verfügung, der neben Urin-, Stuhl- und Speichelanalysen die neuen Kapillarbluttests enthält.

BDNF 760x520 _aus FIN

Brain-derived neurotrophic factor (BDNF)

Biomarker zur Detektion von Depressionen, Stress und neurodegenerativen Erkrankungen

Der brain-derived neurotrophic factor (BDNF) gehört zur Familie der Neurotrophine. Diese Proteine spielen eine bedeutende Rolle bei der neuronalen…

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  Brain-derived neurotrophic factor (BDNF)

Biomarker zur Detektion von Depressionen, Stress und neurodegenerativen Erkrankungen

…  neuronalen Reifung sowie der synaptischen Plastizität im Gehirn und sind somit besonders wichtig für die Regulation von Gedächtnis, Lernprozessen und Appetit.

Bei Depressionen, neurodegenerativen Erkrankungen sowie bei akutem und chronischem Stress sind erniedrigte BDNF-Spiegel zu verzeichnen. Wie Studien belegen, lässt sich durch Steigerung der bdnf-Expression der Krankheitsverlauf verzögern bzw. das Krankheitsbild verbessern.

Mittels einer einfachen Serum-Probe kann der BDNF-Spiegel bestimmt werden.

Weizen_760x520

Glutensensitivität

Neue Möglichkeiten zur Diagnostik der Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität

Die Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität (NZWS) beschreibt ein im westlichen Europa zunehmendes Beschwerdebild. Dieses zeichnet sich durch eine…

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  Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität

Neue Möglichkeiten zur Diagnostik der Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität (NZWS)

…  eine Unverträglichkeit gegenüber glutenhaltiger Getreide, insbesondere Weizen, aus und tritt in Form von unspezifischen intestinalen und extraintestinalen Symptomen in Erscheinung.  

Das Beschwerdebild ähnelt dabei der Zöliakie oder Weizenallergie. Unter Karenz von glutenhaltigem Getreide kommt es bei vielen Betroffenen zu einer erheblichen Verbesserung oder gar völligem Verschwinden der Beschwerden – obwohl weder eine Allergie gegen Getreide noch eine Zöliakie nachgewiesen werden kann. Denn Gluten ist nicht der eigentliche Auslöser der NZWS, sondern vielmehr die in glutenhaltigen Getreiden vorkommenden α-Amylase-Trypsin-Inhibitoren (ATI), die dem Getreide als Schutz vor Schädlingen dienen. 

Mittels der beiden Biomarker FABP2 (Fatty-Acid-Binding-Protein 2) und sCD14 (lösliches CD14) im Serum ist eine Unterscheidung von Patienten mit NZWS von gesunden bzw. Zöliakie-Patienten möglich.

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Allergo-Screen® VEGGIE IgG

Allergo-Screen für Vegetarier mit 218 ausgewählten Nahrungsmitteln

Ab 18. September 2017 steht der neue Allergo-Screen® Veggie IgG zur Verfügung, der speziell auf eine vegetarische Ernährungsweise…

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  Allergo-Screen® VEGGIE IgG

Nahrungsmittel-Übersicht

…  abgestimmt ist. Mit insgesamt 218 sorgfältig ausgewählten Nahrungsmitteln deckt dieses Profil ein umfassendes Spektrum ab. In gewohnter Weise wird der Befund durch ein Kochbuch ergänzt, welches auch die unter einer fleisch-/fischlosen Ernährung kritischen Mikronährstoffe wie Vitamin A,  B 12  und D sowie Spurenelemente wie Eisen, Jod oder Zink berücksichtigt. 

Angefordert werden kann dieser Labortest über das elektronische Laborauftragssystem oder als Einzelanforderung mit dem Kürzel 9830 über jeden Anforderungsbögen.

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Glyphosat

Urintest zum Nachweis von Glyphosat

Glyphosat gilt als das weltweit am häufigsten eingesetzte Breitbandherbizid und wird hauptsächlich…

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  Glyphosat

Urintest zur Bestimmung des Glyphosat-Gehalts

…  hauptsächlich zur Bekämpfung von Unkraut auf landwirtschaftlich genutzten Flächen eingesetzt. Dadurch gelangt das Pflanzengift ungefiltert in die Umwelt, belastet Böden und Gewässer.

In Studien konnte gezeigt werden, dass Pflanzen, die auf mit Glyphosat behandelten Feldern wuchsen, eine deutlich geringere Nährstoffaufnahme zeigten. Glyphosat reichert sich in Blättern, Früchten und Körnern an. Zudem gilt Glyphosat als Chelator, der Spuren- und Makroelemente (z.B. Kupfer, Zink und Eisen) bindet. Dies hat eine Unterversorgung der Pflanzen mit diesen essentiellen Elementen zur Folge.

In aktuellen Studien wird der negative Einfluss von Glyphosat auf die Darmflora des Menschen (intestinales Mikrobiom) thematisiert. Es hat sich gezeigt, dass Glyphosat stark antibiotisch wirkt, besonders gegen Lactobacillen, Bifidobakterien und Enterococcus faecalis. Die Empfindlichkeit gegenüber Glyphosat führt somit zu einer Abnahme dieser schützenden Bakterien im menschlichen Darm und infolgedessen zu einer verschlechterten Abwehr gegen pathogene Keime, insbesondere Clostridien und Salmonellen.

Des Weiteren wird durch Glyphosat die Synthese der aromatischen Aminosäuren Phenylalanin, Tryptophan und Tyrosin in der Pflanze gedrosselt. Darüber hinaus werden Melanin, Schilddrüsenhormone, Folate, Coenzym Q10, Vitamin K sowie Vitamin E lediglich in reduzierter Menge bereit gestellt.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung bewertet Glyphosat gegenwärtig als nicht krebserzeugend. Die kalifornische Behörde für Gesundheit und Umwelt setzt das Unkrautvernichtungsmittel jedoch auf die Liste der Chemikaliken, die eine Krebserkrankung auslösen können. 

Matrix-GLA-Protein 760x520

Matrix-GLA-Protein (dp-ucMGP)

Innovativer Risikomarker für kardiovaskuläre Erkrankungen und Vitamin K2-Mangel

Die vaskuläre Kalzifizierung (Gefäßverkalkung) ist ein weit verbreitetes Merkmal der…

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  Matrix-GLA-Protein

Innovativer Risikomarker für kardiovaskuläre Erkrankungen und Vitamin K2-Mangel

…  Arteriosklerose, des Diabetes mellitus und des Alterns. Zudem ist sie mit einem gehäuften Auftreten von Herz-Kreislauferkrankungen assoziiert.

Matrix γ-Carboxyglutaminsäure (GLA)-enthaltendes Protein (MGP) stellt einen wichtigen lokalen Inhibitor der Gefäßverkalkung dar. Seine volle Funktionsfähigkeit als „Verkalkungshemmer“ erlangt dieses Protein jedoch erst, nachdem es durch eine Vitamin K2-abhängige Carboxylierungsreaktion aktiviert wurde. Liegt ein Vitamin K2-Mangel vor, steigt der Spiegel an uncarboxyliertem, inaktiven MGP (dp-ucMGP) an, was die Entstehung von Arteriosklerose begünstigt. Durch die Messung von dp-ucMGP kann ein Mangel an Vitamin K2 erkannt und eine vaskuläre Kalzifizierung detektiert werden. Neben der Funktion als Cofaktor bei der enzymatischen Carboxylierungsreaktion zeichnet sich Vitamin K2 durch ausgeprägte antioxidative sowie Tumor-protektive Eigenschaften aus. Niedrige Vitamin K2-Spiegel sind neben kardiovaskulären Erkrankungen auch mit Osteoarthritis, metabolischem Syndrom, Entzündungen und  Gerinnungsstörungen assoziiert. Ein erniedrigter Vitamin K2-Gehalt ist nicht nur alimentär bedingt. Häufige Ursachen stellen die wiederholte Einnahme von Antibiotika, Vitamin K-Antagonisten zur Gerinnungshemmung und Salicylaten dar. Außerdem können Alkoholismus sowie Leber- und chronische Magen-Darmerkrankungen zu einem Vitamin K2-Mangel führen. Diesem kann durch den Verzehr von Nahrungsmitteln, die einen hohen Vitamin K2-Gehalt aufweisen (Fleisch, Rinderleber, Käse, Joghurt, sowie das japanische Sojabohnen-Produkt Natto), sowie Vitamin K2-Substitution entgegengewirkt werden.

Fazit:

Eine Erhöhung des inaktiven, uncarboxylierten MGP (dp-ucMGP) weist auf eine unzureichende Vitamin K2-Versorgung hin und ist darüber hinaus ein sensitiver Marker für vaskuläre Kalzifizierungen und kardiovaskuläre Erkrankungen. 

 

Fettleber CK18F 760x520

Cytokeratin-18-Fragmente (CK18F)

Innovativer Biomarker zur nicht-invasiven Diagnostik und Prognose der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung

Cytokeratin 18 (CK18) ist ein von Hepatozyten exprimiertes Intermediärfilamentprotein, das während…

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  Cytokeratin-18-Fragmente

Innovativer Biomarker zur nicht-invasiven Diagnostik und Prognose der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung

…  während der apoptosebedingten Leberschädigung von den Leberzellen sezerniert und proteolytisch gespaltet wird. Die dadurch entstehenden Cytokeratin-18-Fragmente (CK18F) können mittels des spaltungsspezifischen monoklonalen CK-18-Antikörpers M30 im Serum von Patienten mit Lebererkrankung nachgewiesen werden. Die Konzentration der CK18F im Blut korreliert mit dem Ausmaß an zellulärer Leberschädigung.

Vorteil dieser Untersuchung ist, dass eine Leberschädigung auch bei Patienten mit normwertigen Transaminasen frühzeitig erkannt und das Auftreten von Komplikationen durch eine Optimierung des Lebensstils verhindert werden kann. Zahlreiche klinische Studien haben gezeigt, dass CK18F mit ausreichend hoher Sensitivität sowie Spezifität zwischen nicht-alkoholischer Fettleber und nicht-alkoholischer Steatohepatitis im Serum unterscheiden kann.

Eine weitere Evaluation dieses Biomarkers zeigte, dass dieser Test frühzeitig auf den Verlauf sowie die Prognose von Lebererkrankungen schließen lässt. So erlaubt der serologische Nachweis von CK18F eine erste nicht-invasive Beurteilung von Aktivität und Progression der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung.

FemiBiom 760x520

Vaginales Mikrobiom

Umfassende molekularbiologische Analyse der vaginalen Flora

Die vaginale Mikroflora spielt durch Ihre Zusammensetzung und ihre Stoffwechselprodukte eine wichtige Rolle für die Gesundheit der Frau. Im gebärfähigen…

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  Vaginales Mikrobiom

Fachinformation zur mikrobiologischen Analyse der vaginalen Flora mittels Sequenzierung

…  gebärfähigen Alter sind vor allem die Döderlein-Bakterien (Laktobazillen) von großer Bedeutung. Ihre Schutzfunktion erreichen Sie durch die Sekretion von Milchsäure, Wasserstoffperoxid (H2O2) und Bakteriozinen. Diese Stoffe verhindern, dass sich pathogene Keime vermehren und ansiedeln können. Durch übertriebene Vaginalhygiene oder Antibiotika-Therapie kann die schützende Flora gestört und dadurch die Infektanfälligkeit verstärkt werden.

Bei der GANZIMMUN Diagnostics AG wird der Status der vaginalen Flora mit der modernsten molekularbiologischen Methode "Next-Generation-Sequencing" (NGS) analysiert. Mit dieser Untersuchung werden alle relevanten Bakterien und ihre relative Häufigkeit detektiert. Dies ermöglicht eine präzise Beurteilung der vaginalen mikrobiologischen Verhältnisse und der damit einhergehenden Gesundheitsrisiken. Diese neue molekularbiologische Untersuchung des vaginalen Mikrobioms empfiehlt sich insbesondere bei unklarem klinischem Krankheitsbild sowie bei Verdacht unter subjektiver Symptomfreiheit Ihrer Patientinnen.

Die molekularbiologische Analyse des vaginalen Mikrobioms bietet zudem folgende Vorteile:

  • standardisierte molekularbiologische Analyse auf dem neuesten wissenschaftlichen Stand
  • Beurteilung einer möglichen bakteriellen Vaginose mittels Vaginose-Score sowie Einschätzung der Anfälligkeit gegenüber Infektionen mittels Bewertung der Biodiversität der Vaginalflora
  • ausführliche Befundinterpretation und Therapieempfehlungen nach den aktuellen Leitlinien

reverseT3plus 760x520

reverse T3 Plus

Erweiterte Schilddrüsen-Diagnostik

Die Dejodierung des in der Schilddrüse gebildeten Thyroxins (T4) führt zur Bildung von stoffwechselaktivem Trijodthyronin (T3) und dem biologisch…

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  reverse T3 Plus

Marker einer Konversionsstörung peripherer Schilddrüsenhormone

…  biologisch unwirksamen reverse Trijodthyronin (rT3). Reverse T3 antagonisiert die Wirkung von T3, indem es aufgrund der ähnlichen molekularen Struktur die T3-Rezeptoren blockiert und daher als Regulator für die Dejodierung angesehen wird.

Zur besseren Einschätzung des Schilddrüsen-Stoffwechsels sowie einer optimierten individuellen Supplementierung bietet sich die gemeinsame Messung von rT3 und gesamt T3 (TT3) sowie deren Ratio TT3/rT3 aus Serum an.

Eine erniedrigte TT3/rT3-Ratio kann sich entwickeln in Folge von:

  •     schweren Allgemeinerkrankungen (Leberzirrhose, Herz-, Niereninsuffizienz)
  •     ausgedehnten entzündlichen Prozessen (Hepatitis, Pneumonie, Sepsis)
  •     Zuständen nach großen Operationen oder Traumata
  •     neuropsychiatrischen Zuständen wie Erschöpfung oder Depression
  •     Anorexie und physischer Stress mit Cortisol-Überschuss
  •     Schadstoffen bzw. Medikamenten (z.B. Phenobarbiturate, Glukokortikoide)
  •     Selenmangel


Das Profil reverse T3 Plus kann neben dem Einzelparameter reverse T3 angefordert werden.
 

 

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Beta-Glucuronidase im Stuhl

Bestimmung der bakteriellen Stoffwechselaktivität

Die Beta-Glucuronidase ist ein Enzym, das u.a. von den Keimen Escherichia coli, Peptostreptokokken, Bacteroides und Clostridien gebildet wird. Eine…

…  gestörte Darmflora kann zu einer verminderten oder erhöhten Produktion von Beta-Glucuronidase im Darm führen.

Eine bestimmte Menge an Beta-Glucuronidase-Aktivität scheint für eine normale enterohepatische Rezirkulation von endogenen Verbindungen, wie Vitamin D, Schilddrüsenhormone und Östrogene wichtig zu sein. Breitspektrum-Antibiotika unterdrücken die Darmflora und reduzieren die Beta-Glucuronidase-Aktivität und somit die intestinale Resorption dieser Verbindungen. Eine reduzierte intestinale Resorption von Östrogenen kann bei Frauen zu einer reduzierten Wirksamkeit von oralen Kontrazeptiva nach einer antibiotischen Therapie führen.

Eine erhöhte Aktivität der Beta-Glucuronidase kann zu einer gesteigerten Reabsorption und damit zu unerwünscht hohen Blutspiegeln von potentiell schädlichen Stoffen (Toxine, kanzerogene Substanzen, Steroidhormone und Medikamente) führen.  Die Beta-Glucuronidase kann im Darm potenziell giftige Substanzen dekonjugieren und dadurch die Bildung von Karzinogenen im Darm steigern. Die derzeitige Forschung zeigt einen Zusammenhang zwischen erhöhten Beta-Glucuronidase-Spiegeln und einem erhöhten Dickdarmkrebs-Risiko.

Die Bestimmung der Beta-Glucuronidase erfolgt aus einer Stuhlprobe.

Kurzkettige_Fettsaeuren_zellen

Kurzkettige Fettsäuren im Stuhl

Butter-, Propion- und Essigsäure sorgen für eine stabile Barrierefunktion des Darms

Die kurzkettigen Fettsäuren Butter-, Propion- und Essigsäure werden bei der mikrobiellen Verstoffwechslung von Ballaststoffen aus Getreide…

…  oder den Zellwänden von Gemüse im Kolon gebildet. Ihnen kommt eine wesentliche Bedeutung für den Stoffwechsel der Kolonmukosa zu: Butyrat gilt als Hauptenergielieferant. Zusammen mit Propionat stimuliert Butyrat die physiologische Zellneubildung in den Krypten des Kolon und hält die Aktivität der bakteriellen Enzyme aufrecht. Acetat fördert die optimale Blutversorgung der Kolonschleimhaut.

Liegen die kurzkettigen Fettsäuren nicht in ausreichender Menge sowie in einem ungefähren Verhältnis von 3:1:1 vor, wird die Funktionsfähigkeit des Energiestoffwechsels beeinträchtigt und die Barrierefunktion des Darms eingeschränkt. (Leaky-Gut-Syndrom)

Mittels der spezifischen Messmethodik Head-Space-GC-MS werden die Konzentrationen der kurzkettigen Fettsäuren aus Stuhl sowie das prozentuale Verhältnis von Butyrat, Propionat und Acetat ermittelt.

Calprotectin760x520ausFIN

Calprotectin im Serum

Biomarker für Entzündung

Die möglichst frühe Erkennung inflammatorischer Prozesse sowie die Eingrenzung der Ursache für das Entzündungsgeschehen…

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  Calprotectin (S100A8/A9)

Biomarker für Entzündung

…  Entzündungsgeschehen sind entscheidend für eine effektive und individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmte Therapieplanung. Die Bestimmung von Calprotectin (S100A8/A9) im Serum stellt eine geeignete Analyse für die Differentialdiagnose entzündlicher Erkrankungen wie z.B. rheumatoider Arthritis dar und kann zum Aufspüren von Tumoren eingesetzt werden. Mit Hilfe des Biomarkers Calprotectin können der Entzündungsgrad zuverlässig und sensitiv bestimmt und prädiktive Aussagen über den Krankheitsverlauf bzw. den Therapieerfolg getätigt werden.

Erhöhte Calprotectin-Konzentrationen im Serum werden u.a. bei folgenden mit chronischen Entzündungen assoziierten Erkrankungen gefunden:

  • Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
  • Metabolische Erkrankungen (Adipositas, Typ 2-Diabetes)
  • Atherosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Krebserkrankungen

 

 

Nitrotyrosin_760x520

Nitrotyrosin

Verbesserte Diagnostik durch sensitivere Messmethode

Nitrotyrosin dient als Biomarker des Nitrostress. Bei einer Vielzahl von Erkrankungen, insbesondere bei allen Multisystemerkrankungen, finden sich…

…  erhöhte Nitrotyrosinwerte im Blut. Sie sind bei kardiovaskulären und inflammatorischen Krankheiten in der Zirkulation erhöht (z.B. Arteriosklerose, Myokardinfakt, diabetische Vaskulopathie, Bluthochdruck oder koronare Herzerkrankungen).Auch neurologische Erkrankungen werden in einem Zusammenhang mit erhöhten Nitrotyrosinwerten gebracht.

Zum 1. Juli 2017 wurde eine sentensivere Messmethode eingeführt, sodass nun die Messungen im Nanogramm-Bereich erfolgen.

Das Probenmaterial für das hochsensitive analytische Verfahren ist EDTA-Plasma.

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